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06. Mai 2020

«Dem Risk-Management kommt in diesen Zeiten eine noch grössere Bedeutung zu.»

Thomas Lamprecht, CEO Lamprecht Pharma Logistics, zu den aktuellen Herausforderungen und Chancen der Pharmalogistik. 

 
Thomas Lamprecht, CEO, Lamprecht Transport AG
Herr Lamprecht, welche Bedeutung kommt der Pharmalogistik in diesen besonderen Zeiten zu?

Das Einhalten der Lieferketten ist in der Pharmabranche eigentlich immer wichtig, ganz speziell aber auch in Krisenzeiten – sei es bei der Beschaffung von Rohstoffen aus dem Ausland, beim Versand von Medikamenten im Inland oder im Export. Schnelle Entscheidungen und eine lückenlose Kommunikation zwischen dem Logistiker und dem Kunden kommen in diesen Zeiten eine ganz spezielle Bedeutung zu.

 

Wie wirken sich die geschlossenen Grenzen auf Ihren Arbeitsalltag aus?

Für uns wirkt sich das kaum aus. Unsere Grenzgänger können ungehindert ein- und ausreisen, und die Waren können die meisten Grenzen problemlos passieren.

 

Mit welchen Herausforderungen kämpfen Sie derzeit im internationalen Warenverkehr?

Die grössten Herausforderungen liegen beim Beschaffen von freien Transportkapazitäten. Während die Bereiche LKW und Seefracht noch stabil sind, ist die Situation im Luftfrachtbereich stark eingeschränkt. Die meisten Flugverbindungen für Passagiermaschinen wurden suspendiert, und für die Vollfrachter-Verbindungen braucht es eine frühzeitige Reservation. Zudem muss auch die pharma-konforme Abwicklung am Bestimmungsflughafen gewährleistet sein, was in gewissen zurzeit sehr problematisch ist. Dem Risk-Management kommen in diesen Zeiten eine noch grössere Bedeutung zu.

 

Die Medien berichten, dass die international tätige Pharmaindustrie aber auch die Spitäler momentan mit einer gestörten Lieferkette kämpfen. Inwiefern wirkt sich das auf Ihr Geschäft aus?

Die Pharmaindustrie ist durch die Pandemie in ihren logistischen Aktivitäten tatsächlich eingeschränkt. In solchen Zeiten ist es wichtig, dass der Logistikpartner mit neuen, innovativen Ideen aufwartet, und umsetzbare Lösungen für den Transport aufzeigen kann. Für unser Geschäft durchaus eine Chance, denn so können wir beweisen, was wir draufhaben!

 

Zum Schluss eine persönliche Frage: Haben Sie Schutzmasken für Ihren Betrieb bestellt?

Ja. Wir haben frühzeitig Masken beschafft und stellen diese unseren Mitarbeitenden sowie unseren Partnern zur Verfügung.

Andreas Maeder
Cluster & Initiativen
a.maeder@hkbb.ch
T +41 61 270 60 78

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